Trebbia ist eine europäisch intendierte Ehrung, deren Verleihung in der Kirche St. Rochus in Prag angeregt wurde. Für die Idee von Trebbia symbolisiert die Kirche St. Rochus einen Schnittpunkt zwischen der historischen, fast tausendjährigen geistigen Entwicklung des Ortes und dem positiven Verhältnis von Mäzenen, Intellektuellen und Künstlern.

Der Französische Heilige, heute unter dem Namen der heilige Rochus geehrt, lebte im 14. Jahrhundert. Er wurde in Montpellier in einer wohlhabenden Familie geboren. Es war die Zeit der großen Pestepidemien. Die Legende erzählt, dass dieser Junge als Mann über die Alpen nach Italien wanderte. Er half überall dort, wo die Pest wütete, bis er schließlich selbst erkrankte. Damit er jedoch niemandem zur Last fiel, zog er sich als Einsiedler in eine Hütte am italienischen Fluss Trebbia zurück. Der Legende nach, besuchte ihn dort täglich ein Engel und sprach dem Mann Mut zu. Jahre der Meditation am Ufer eines der schönsten Flüsse Italiens, heilten ihn schließlich von der Pest. Der heilige Rochus starb im Jahre 1327, seine sterblichen Überreste wurden in der Kirche San Rocco in Venedig beigesetzt. Einen Teil der Gebeine des Heiligen beherrbergt auch der Veitsdom in Prag. Kaiser Rudolf II. stiftete 1599 als Dank dafür, dass Prag von der Pest verschont blieb, eine Kirche im Areal des Klosters Strahov, die mit der Unterstützung des Abtes Jan Lohel von 1602 bis 1612 erbaut und dem heiligen Rochus geweiht wurde.

Seit dem Jahr 1994 hat in dieser Kirche die 1987 in Berlin gegründete Galerie MIRO ihren Sitz. Als Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber Förderern, Mäzenen und Künstlern rief diese Galerie im Jahr 2000 die Ehrung Trebbia ins Leben – benannt nach dem italienischen Fluss. Im Jahr 2007 gründete die Galerie MIRO die Stiftung Trebbia, die nun diesen Preis verleiht.

Zweck des Stiftungsfonds TREBBIA:

  1. Unterstützung von Aktivitäten juristischer und physischer Personen auf nationaler und internationaler Ebene auf dem Gebiet von Kunst und Kultur
  2. Unterstützung von Ausstellungsprojekten künstlerischen Charakters
  3. Direkte Unterstützung humanitärer Projekte sowie indirekte Unterstützung durch andere Stiftungen oder Vereine
  4. Unterstützung gemeinnütziger Einrichtungen auf kulturellem und humanitärem Gebiet
  5. Vergabe von Kunststipendien mit Genehmigung des Vorstandes des Stiftungsfonds TREBBIA
  6. Unterstützung von Persönlichkeiten im Rentenalter, die früher im Bereich von Kunst und Kultur, ohne Rücksicht auf Nationalität und Wohnort, tätig waren